Neuroathletik (auch: neurozentriertes Training) ist Training, das nicht bei Muskeln und Gelenken ansetzt, sondern bei den Sinnessystemen, aus denen dein Gehirn Bewegung baut: Augen, Gleichgewichtsorgan und Körperwahrnehmung. Ich biete es 1:1 in Innsbruck, Tirol und Wien an — Z-Health-ausgebildet, für Sportler:innen, bei Schwindel und Unsicherheit und bei hartnäckigen Schmerzen. Und ich sage dir ehrlich, was davon belegt ist.
Dein Gehirn entscheidet in jedem Moment, wie viel Kraft, Beweglichkeit und Sicherheit es dir erlaubt — auf Basis der Informationen, die es bekommt. Ist der Input unscharf, wird die Bewegung vorsichtig, steif oder schmerzhaft. Ich teste, welches System hakt, und trainiere es gezielt.
Blickstabilität, Augenfolgebewegungen, Sakkaden, peripheres Sehen. Die Augen liefern bis zu 70 % der Information fürs Gleichgewicht — und sie sind trainierbar.
Kopfbewegungen mit fixiertem Blick, Drehungen, Beschleunigungen. Das System, das bei Schwindel und Unsicherheit am häufigsten zu wenig trainiert ist.
Gelenkpositionssinn, Fußsohlen, Wirbelsäule. Präzise Gelenkbewegungen, unebener Boden, geschlossene Augen — die Bausteine, die auch in jedem Sturzpräventions-Protokoll stehen.
Gehen und rechnen, Stehen und fangen, reagieren statt planen. Das ist der Teil, der im Alltag und im Sport wirklich zählt — und der am besten belegt ist.
Kurz gesagt: Für „Neuroathletik“ als Marke gibt es bisher keine systematischen wissenschaftlichen Belege — das sagen die BARMER, die Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin und Sportwissenschaftler der Sporthochschule Köln, und ich sehe das genauso. Die Erfahrungsberichte aus dem Spitzensport sind beeindruckend, aber anekdotisch.
Was hingegen sehr gut belegt ist: Die einzelnen Bausteine. Gleichgewichtstraining mit Störreizen, Doppelaufgaben und sensorischer Variation reduziert Stürze um 24 bis 34 % (Cochrane, 108 Studien). Blickstabilisierungs-Training ist Standard in der vestibulären Rehabilitation. Dass Schmerz im Gehirn moduliert wird und sich über Bewegung, Aufmerksamkeit und Erwartung beeinflussen lässt, ist Lehrbuchwissen der modernen Schmerzforschung.
Meine Konsequenz: Ich verspreche keine Wunder und ersetze keine Therapie. Ich nutze neurozentrierte Methoden als Werkzeugkasten, um genau die Bausteine gezielter einzusetzen, die belegt sind — und ich messe, ob es bei dir wirkt. Wenn ein Drill in fünf Minuten keine messbare Veränderung an deinem Test bringt, fliegt er raus.
Reaktionszeit, Landetechnik, Gleichgewicht unter Ermüdung, Blicksteuerung im Spiel. Für Kletterer:innen, Skifahrer:innen, Ballsportler:innen, Läufer:innen — und als Ergänzung zur Fallschule.
Wenn der Arzt nichts Bedrohliches findet, aber das Gefühl bleibt: Training für Gleichgewichtsorgan und Augen, gemessen mit Wobble. Nach ärztlicher Abklärung, gern parallel zur Physiotherapie.
Rücken, Nacken, Knie — Befund unauffällig, Schmerz trotzdem da. Schmerz ist eine Schutzentscheidung des Nervensystems. Über Bewegungsvariation, Atmung, sensorische Drills und Belastungssteuerung lässt sich diese Entscheidung oft in Minuten testbar verändern.
Augen- und Gleichgewichtsorgan-Drills sind fester Teil meines Sturzpräventions-Programms — dort, wo sie die belegten Bausteine ergänzen, nicht ersetzen.
Meine neurozentrierte Ausbildung kommt von Z-Health Performance (Dr. Eric Cobb): Essentials, R-Phase, I-Phase, S-Phase und Fall Prevention Specialist; T-Phase und die 9S-Module in Arbeit. Dazu FMS/FCS (Functional Movement Systems) für die Bewegungsanalyse und die Ausbildung zum Dipl. Master-Mentaltrainer. Ich bin kein Physiotherapeut und kein Arzt — und sage das auch.
Als Gesamtkonzept: nein, bisher nicht systematisch. Die Bausteine — Gleichgewichtstraining mit Störreizen, Doppelaufgaben, vestibuläres und visuelles Training, Schmerzmodulation über Bewegung — sind einzeln gut belegt. Ich arbeite deshalb mit den Bausteinen und messe, ob sie bei dir wirken.
Keiner in der Sache. „Neuroathletik“ ist der in Österreich gebräuchliche Begriff (geprägt von Lars Lienhard), „neurozentriertes Training“ der in Deutschland verbreitetere. Beides beschreibt Training, das über die Sinnessysteme und das Nervensystem arbeitet.
Bei mir, 1:1 — im Trainingsraum in Mutters bei Innsbruck, bei dir zu Hause oder im Freien. Ich bin nach meinem Wissen der einzige Z-Health-ausgebildete Trainer mit Sitz direkt bei Innsbruck; die anderen Tiroler Anbieter sitzen in Völs, Wattens oder Kufstein und bieten vor allem Trainer-Ausbildungen an.
Auch in Wien — bei dir zu Hause, im Büro oder im Freien, auf Deutsch oder Englisch. Ich pendle regelmäßig zwischen Tirol und Wien.
Wie jedes Training bei mir: Erstgespräch mit Tests gratis, danach 100 € pro Einheit oder 900 € für den 10er-Block, Anfahrt inklusive.
Wir testen Augen, Gleichgewicht und Bewegung — und du siehst in einer Stunde, ob der Ansatz bei dir etwas verändert.
me@flof.coach